Dennhardt - Leitfaden der Rundfunkentstörung (1935).pdf

(5880 KB) Pobierz
Dennhardt und Himmler
B1BLI0THEEK
.NLV.H.R.
Rundfunk
Entstörung
y
__
Sfiiin «Verlag von Julius Springer «1935
Mt'
.
•>
-
'■
...
••
.
v-
;vri:
______JÜfeii«
BIBLIOTHEEK
N.V.H.R.
Leitfaden der
Von
~
Rundfunkentstörung*
Dr. A.Dennliardt
Berlin
und
Dipl.-Ing. E.H. Himmler
Berlin
Mit 84 Abbildungen im Text
Berlin
Verlag von Julius Springer
1935
Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung
in fremde Sprachen, Vorbehalten.
Copyright 1935 by Julius Springer in Berlin.
Printed in Germany.
I
i
Vorwort.
Jedes Leben in einer Gemeinschaft legt in erster Linie Pflichten auf
und gibt erst in zweiter Linie Rechte. Dieser Grundsatz gilt allgemein,
und er gilt vor allem dann, wenn irgendeine Betätigung in einer Gemein­
schaft zu Störungen einer anderen Betätigung führt.
Auf technischem Gebiet liegt ein solcher Tatbestand beispielsweise
vor, bei allen Beeinflussungsproblemen zwischen Stark- und Schwach­
stromtechnik und demgemäß auch bei der Präge der Rundfunkstörungen.
Hörer und Störer befinden sich praktisch beide im Recht, der eine, wenn
er ungestört hören will, und der andere, wenn er ungewollt durch den
Betrieb seiner im starkstromtechnischen Sinne in Ordnung befindlichen
Anlage stört. Das Leben in der Gemeinschaft legt jedoch beiden die
Pflicht auf, nicht auf diesem starren, formalen Recht zu beharren, son­
dern ihre Anlagen nach Möglichkeit so zu betreiben, daß die Möglichkeit
einer gegenseitigen Störimg zumindest sehr gering ist.
Demgemäß geht die praktische Beeinflussungstechnik im allgemeinen
und die Praxis der Rundfunkentstörungen im besonderen bei der Be­
handlung von Störungsfällen grundsätzlich so vor, daß sie Störer und
Gestörten, bzw. Störer und Hörer veranlaßt, daß jeder das Seine zur
Behebung des gerade anfallenden Störungsfalles bzw. zur Erreichung des
Zustandes einer allgemeinen, geringen Störanfälligkeit tut. Pür den Hörer
besteht diese Anforderung darin, daß er die Störempfindlichkeit seiner
Anlagen auf ein normales Maß abstellen muß, während der Störer eine
bestimmte Störfähigkeit seiner Anlagen nicht überschreiten darf. Ein
solches Verfahren der Behandlung von Beeinflussungsfällen ist zugleich
vom gesamtwirtschaftlichen Standpunkt als wirksamste Lösung anzu­
sehen und hat sich in den meisten führenden Rundfunkländern als Grund­
lage einer technischen Gemeinschaftsarbeit zwischen Stark- und Schwach­
stromtechnik bewährt.
Auf Grund der praktischen Erfahrungen in einer mehrjährigen der­
artigen Gemeinschaftsarbeit ist das vorliegende Buch entstanden. Es
soll kein wissenschaftliches Lehrbuch sein, sondern ein Anhalt für den
Praktiker, der die Störungsfälle zu untersuchen und zu beheben hat. Im
Interesse einer leichtfaßlichen Darstellung ist auf Angabe von Formeln
Zgłoś jeśli naruszono regulamin